UNIKA Kalksandstein GmbH

Grundlage für die Planung und Errichtung nicht tragender Innenwände ist die DIN 4103-1. Aufgrund des Alters dieser Norm gibt es zusätzlich neue Erkenntnisse die Ihren Niederschlag finden in Fachveröffentlichungen und gutachterlichen Stellungnahmen.
Nicht tragende Innenwände sind Trennwände, die keine statischen Aufgaben für die Gesamtkonstruktion zu erfüllen haben. Sie werden in Wohngebäuden, sowie als Ausfachungsmauerwerk und Zwischenmauerwerk bei Stahl- und Stahlbetonskelettbauten ausgeführt.
Ebenso werden sie eingesetzt bei Schulen, Verwaltungsgebäuden, Hallen- und Wirtschaftbauten und anderen Objekten mit großen Deckenspannweiten.
Die Grenzabmessungen für solche nicht tragenden Innenwände wurden in einem öffentlich geförderten Forschungsvorhaben ermittelt.

Unterschieden werden dabei:

  • vierseitig gehaltene Wände mit Auflast
  • vierseitig gehaltene Wände ohne Auflast
  • dreiseitig gehaltene Wände ohne Auflast, oberer Rand frei

Bei dreiseitig gehaltenen Wänden ohne Auflast mit freien oberen Rand sind die Stoßfugen zu vermörteln! (siehe Tafel)

Zulässige Wandlängen nicht tragender innerer Trennwände ohne Auflast bei dreiseitiger Halterung, oberer Rand frei

Nicht tragende Innenwände
Die Stoßfugen sind zu vermörteln.
Für Wanddicken ≤ 10 cm ist Normalmörtel der MG III (trockene Kalksandsteine sind vorzunässen) oder
Dünnbettmörtel zu verwenden. Bei Wanddicken ≥ 11,5 cm ist Normalmörtel mindestens der Mörtelgruppe IIa (trockene Kalksandsteine sind vorzunässen) oder Dünnbettmörtel zu verwenden (siehe auch Abschnitt 4).

Die Ersatzlasten nicht tragender Wände auf Decken dürfen nach DIN EN 1991-1-1/NA bis zu einer Höchstlast von 5 kN/m durch einen gleichmäßig verteilten Zuschlag zur Nutzlast der Decke – Trennwandzuschlag – berücksichtigt werden. In diesem Fall beträgt der Trennwandzuschlag 1,2 kN/m².

UNIKA Bauplatte BP10

Planungshandbuch Kap. 5

Berechnungshilfe Trennwandzuschlag

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