UNIKA Kalksandstein GmbH

In der Regel werden Schlitze geringer Tiefe ausgeführt (10 bis 30 mm). Schlitze stellen eine Querschnittminderung dar. Dadurch ergibt sich im Verhältnis zu einer nicht geschlitzten Wand bei gleich bleibender Belastung eine höhere Druckspannung.
In der DIN EN 1996-1-1/NA finden sich für das Schlitzen einige Regeln, bei denen auf den rechnerischen Nachweis verzichtet werden kann. Werden die dort angegebenen zulässigen Grenzmaße überschritten so muss ein rechnerischer Nachweis geführt werden.
Vertikale Schlitze und Aussparungen sind auch dann ohne Nachweis zulässig, wenn die Querschnitts-schwächung - bezogen auf 1 m Wandlänge – weniger als 6 % beträgt und die Wand nur in vertikaler Richtung zweiseitig gehalten nachgewiesen wird.

Schlitze


Für nicht tragende Wände gelten die Regeln der DIN 4103 und nicht die der DIN EN 1996-1-1/NA. Dennoch sind auch hier einige Empfehlungen zu beachten:
1. Schlitze, die den Anforderungen der DIN EN 1996-1-1/NA, Tabellen NA.19 und NA.20 genügen, dürfen auch in nicht tragenden Wänden ausgeführt werden.
2. Bei vierseitig gehaltenen nicht tragenden Wänden kann der vertikale Schlitz als freier Rand angenommen werden. Ob die zulässigen Wandlängen der beiden entstehenden (dreiseitig gehaltenen) Wandabschnitte eingehalten werden, ist zu prüfen.
3. Bei der Ermittlung der zulässigen Wandlänge der nicht tragenden Wand kann die nächstkleinere Wanddicke herangezogen werden.

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